Straßenbau und Baugrundverbesserung – Ostportal B533 Ortsumgehung bei Auerbach

Im Zuge des Neubaus der Ortsumgehung Auerbach auf der Bundesstraße B 533 werden umfangreiche Maßnahmen zur Baugrundverbesserung ausgeführt. Auftraggeber der Maßnahme ist das Staatliche Bauamt Passau.
Die Arbeiten dienen der Herstellung eines dauerhaft tragfähigen Untergrunds für die zukünftige Verkehrsinfrastruktur. Aufgrund der vorhandenen Baugrundverhältnisse sind in mehreren Teilbereichen unterschiedliche Verfahren der Baugrundverbesserung erforderlich. Die Ausführung erfolgt seit dem 13. Juli 2026. Die Fertigstellung der Maßnahme ist für Oktober 2026 vorgesehen.


Baugrundverbesserung mittels Rüttelstopfverdichtung
Im Bereich des Bauwerks 03 wird eine flächige Baugrundverbesserung mittels Rüttelstopfverdichtung hergestellt. Bei der zukünftigen Kreisstraße, bis Bauwerk 03 erfolgt die Baugrundverbesserung durch die Herstellung eines flächigen Schotterpolsters. Zusätzlich werden Teilbereiche durch eine qualifizierte Bodenstabilisierung verbessert, um die geforderten Bodenkennwerte für den weiteren Straßenaufbau sicherzustellen.
Zum Leistungsumfang gehören die vorbereitenden Maßnahmen, die Herstellung der Rüttelstopfsäulen einschließlich der erforderlichen Qualitätssicherungsmaßnahmen sowie die abschließende Herstellung eines Geogitter-Schotter-Polsters. Darüber hinaus werden Schotterpolster hergestellt und es erfolgt eine Baugrundstabilisierung.


Durchgeführte Maßnahmen der KARL Bau GmbH
Zu Beginn wurde der Oberboden abgetragen und das Material innerhalb der Baustelle transportiert und zur späteren Wiederverwendung in Mieten zwischengelagert. Für die Ausführung der Rüttelstopfsäulen war außerdem die Herstellung eines tragfähigen Arbeitsplanums erforderlich. Hierfür wurde auf einer Fläche von rund 4.000 m² eine Arbeitsebene hergestellt. Der Materialbedarf für das Arbeitsplanum beträgt etwa 11.500 Tonnen.
Einen wesentlichen Bestandteil der Maßnahme bildet die Herstellung von rund 5.000 Laufmetern Rüttelstopfsäulen zur flächigen Baugrundverbesserung. Dafür sind etwa 1.370 Bohrpunkte erforderlich. Ergänzend zur Rüttelstopfverdichtung werden rund 6.000 Tonnen Wasserbausteine sowie etwa 9.000 Tonnen Granit-Schrotten zur Verbesserung der Untergrundverhältnisse eingebaut.
Weitere 17.000 Tonnen Granit-Frostschutzmaterial fließen in die Herstellung der Geogitter-Schotter-Polster sowie in zusätzliche Bereiche der Baugrundverbesserung ein. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der qualifizierten Bodenstabilisierung einer rund 8.500 m² großen Fläche. Hierzu wird der anstehende Boden mit einem Kalk-Zement-Gemisch behandelt und seine Tragfähigkeit nachhaltig verbessert.


Besondere Herausforderungen während der Ausführung
Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt unter anspruchsvollen Randbedingungen. Eine wesentliche Herausforderung besteht darin, dass die Arbeiten lediglich unter halbseitiger Sperrung der Bundesstraße B 533 ausgeführt werden können. Die Verkehrsführung erfolgt mittels Ampelregelung. Dadurch ergeben sich erschwerte Bedingungen für die Baustellenlogistik, insbesondere beim Antransport der großen Mengen an Schüttmaterialien.
Zusätzliche Anforderungen ergeben sich aus der topografischen Hanglage des ursprünglichen Geländes. Eine weitere Besonderheit stellt die Verfüllung des ehemaligen Bachbetts beziehungsweise des früheren Bachlaufs des Mapferdinger Baches dar. Der Bach wurde im Vorfeld in Teilbereichen umverlegt.

Eingesetzte Maschinen und Geräte
Für die Ausführung der Arbeiten kommen verschiedene Baumaschinen und Spezialgeräte zum Einsatz. Dazu gehören eine Raupe Komatsu D51 mit GPS-Steuerung, ein Hydraulikbagger Kobelco SK 210 sowie eine Walze Bomag BW 219. Für den Transport der Schüttmaterialien werden zahlreiche vierachsige Lkw eingesetzt. Die Herstellung der Rüttelstopfsäulen erfolgt mit einem speziellen Bohrgerät durch einen Nachunternehmer.





Eckdaten:
Ausführungszeitraum: Juli 2026 – vsl.. Oktober 2026
Leistungsumfang: Tiefbaumaßnahme im Zuge des Neubaus der Ortsumgehung Auerbach auf der Bundesstraße B 533, eine flächige Baugrundverbesserung mittels Rüttelstopfverdichtung,vorbereitende Maßnahmen, die Ausführung der Rüttelstopfsäulen, die Qualitätssicherung sowie die abschließende Herstellung eines Geogitter-Schotter-Polsters, sowie die Herstellung von Schotterpolstern sowie der Baugrundstabilisierung.
Auszug der Maschinen: Raupe Komatsu D 51 mit GPS-Steuerung, Bagger Kobelco SK 210, Walze Bomag BW 219, diverse LKW 4-Achser zum Antransport der Schüttmaterialien, Bohrgerät zur Herstellung der Rüttelstopfsäulen (Nachunternehmerleistung)